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Im Hunter Valley versteht man es zu leben. Die drei großen F sind hier, wie wir erfahren von größter Bedeutung: Friends, Food & Fun. Die meiste Zeit geht es eher beschaulich zu. Weinstöcke wollen zwar das ganze Jahr über gepflegt werden, aber die meiste Arbeit erledigt doch Mutter Natur. Lediglich zur Erntezeit im Januar/Februar wird es hektisch, denn sind die Trauben erst einmal gepflückt, müssen sie auch gleich bearbeitet werden. Für uns war das Hunter Valley schon seit langem der Inbegriff hervorragender Shiraz-Weine. Lindemans und Mount Estate sind die wohl bekanntesten und größten Weingüter, deren Besichtigung ausgesprochen interessant war - auch wenn es eigentlich nicht viel zu besichtigen gab. Es ist schon faszinierend zu sehen, wie wenig Technik und Ausrüstung es doch bedarf, um gute Weine zu produzieren. Das einzige, was man neben Trauben, einer Presse und Tanks bzw. Fässern wirklich braucht, ist Zeit. Und die hat man hier zur Genüge. Was macht man also, während man darauf wartet, dass der Wein reift? Man öffnet Austellungen und Gallerien, legt Skulpurengärten und Parks an, pflanzt Olivenbäume, stellt Käse her, lebt. Man müßte sich schon sehr dumm anstellen, um seinen Aufenthalt im Hunter Valley langweilig zu gestalten. Allein für den Besuch des Olivenzentrums mit den vielen Köstlichkeiten, die es hier zu probieren gibt, hat sich die Fahrt gelohnt. Das gilt natürlich auch für die ein/zwei Weinproben, die wir uns haben Munden lassen, für die Ausstellungen, die wir besucht haben und nicht zuletzt natürlich für die schönen Ausblicke auf grüne Ranken mit saftigen Trauben. Wer hier wohnt, freut sich wahrscheinlich jeden Tag über dieses Bild, denn im Hunter Valley versteht man es zu leben. Oder mehr noch: man versteht es, dass Leben zu genießen.
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