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Wir sind nach Tobermory zurückgekehrt, und es war, als kämen wir nach Hause. Einen so freudigen Empfang hatten wir bis jetzt noch nicht auf unserer Reise genossen. Bei unserem ersten Besuch bei den Kleins waren wir noch Gäste, jetzt behörten wir praktisch zur Familie. Jörg hatte einen hohen Anspruch: unser Aufenthalt sollte zwar nicht unbedingt der Höhepunkt unserer Reise sein, aber doch ein markantes Highlight. Also hat er Regina sofort an die Hand genommen, um aus ihr eine Wurst mit Gesicht zu machen bzw. sie in einen Neopren-Anzug zu stecken. Zusammen mit Jörg und Christian, dem ältesten Sohn, hat Regina fünf wunderschöne Tauchgänge im Fathom Five Marine National Park gehabt. Wunderschön, aber auch eiskalt. Zum Schutz haben sie sich vor den Tauchgängen warmes Wasser in die Neoprens gegossen, aber unterhalb einer bestimmten Tiefe, meistens fünf bis sechs Metern, begann eine neue Kälteschicht, die wie spitze Nadeln auf Gesicht und Hände einstach. Feine Schlieren zeigten in dem glasklaren Wasser den Übergang der wärmeren in die kältere Schicht an. Manche Wracks begannen dicht unterhalb der Wasseroberfläche, zu anderen mussten sie sich an einer Leine zu unheimlichen, dunklen Tiefen hinabarbeiten. Jeder Tauchgang war kalt, aber gleichzeitig spannend, aufregend und schön. Während Regina also ihre ersten Wracks ertaucht hat, habe ich für die Kleins eine Homepage gebastelt. Dass heißt, dass ich entweder mit meinem Laptop vor unserem Wohnwagen in der Sonne gesessen habe, mit meiner Kamera über den Campingplatz gelaufen bin, um Fotos zu schießen oder mir, genau wie alle anderen Kinder, mein tägliches Eis aus der Gefriertruhe geholt habe. Wenn ich Bewegung brauchte, bin ich mit dem kleinen Benny auf den Spielplatz gegangen und habe ihn so hoch geschaukelt, dass er fast den Himmel berühren konnte. Oder Mischko hat mir seine BMX Strecke gezeigt, wobei ich aber nur den leichten Abschnitt mitfahren musste. Der schwierige Teil, das hat er gleich erkannt, war mir viel zu gefährlich. Abends haben wir alle zusammen gegessen und anschließend am Lagerfeuer gesessen, wo schnell der Plan geschmiedet wurde, die Kleins irgendwann einmal in ihrem Wintersitz auf den Florida Keys zu besuchen. Aber erst mal reisen wir weiter wie geplant. Und unsere nächste Station ist Kanadas Westküste einschließlich der Rocky Mountains, worauf wir uns schon sehr freuen. Trotzdem fiel es uns schwer, Abschied zu nehmen, denn hier bei den Kleins in Tobermory waren wir nicht einfach nur Gäste, hier waren wir Freunde und Freunde zu verlassen fällt immer schwer.
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