Der zweite Monat liegt hinter uns. Morgen werden wir
Kanada verlassen und auf die Fidschis fliegen, worauf wir
uns schon sehr freuen. Besonders durch den vielen Regen
sind wir ausgesprochen sonnenhungrig.
Kanada war wundervoll. Hier zu zelten und die Natur hautnah
zu erleben, hat uns viel bedeutet. Und wir haben viel gelernt.
Zum Beispiel, dass man nicht gleich stirbt, wenn man mal
mit schmutzigen Fingern isst. Oder dass man auch die Dinge
noch essen kann, die vom Teller auf den Tisch gefallen sind.
Oder dass man auch mal zwei Tage in den selben Klamotten
leben kann.
Inzwischen lieben wir es, abends ins Zelt zu krabbeln, uns
in unsere Schlafsäcke zu mümmeln und im Licht der Gaslampe
noch ein wenig zu lesen oder zu schreiben. Wir haben gelernt,
mit wenig auszukommen und uns über Kleinigkeiten zu freuen.
Ein Stück festes Schwarzbrot mit Marmelade ist zu Hause
eine Selbstverständlichkeit, hier ist es eine Köstlichkeit.
Was hat uns besonders gefallen:
- unsere ersten Bären und Lachse zu sehen
- die klare Luft
- abends am Lagerfeuer zu sitzen
- die überwiegend freundlichen Kanadier
- die grandiosen Bergpanoramen
- in den Bergen zu wandern.
Was hat uns nicht gefallen:
- die ständigen Bärenwarnungen
- in Vancouver überall angebettelt zu werden
- Feuerholz kaufen zu müssen
- Regen.
Was haben wir nicht vermisst:
- Geschirrspülen
- Fernsehen
- Dresscode.
Was haben wir vermisst:
- ein eigenes, warmes Zimmer wenn es regnet
- eine eigene Toilette
- mehrlagiges Toilettenpapier
- Strom
- abends mal ein gepflegtes Gläschen Wein
- eine Badewanne
- ein gemütliches Sofa.