11.09.2004 - Tauchen

Natürlich war Regina tauchen. Das ist in der Südsee wohl ein Muss für Taucher. Hier ihr Bericht:

'Tauchen ist hier recht günstig, die Ausrüstung ist sogar kostenlos. Ich war hier 6 x tauchen und hatte 4 x einen Tauchführer für mich allein und die anderen 2 x war ein Amerikaner mit. Das Wasser ist schön warm und die Sicht sehr gut. Wir haben einen Hai gesehen, Schildkröten und Putzerfische haben uns "angefallen". Ich merkte plötzlich, dass mich etwas in der Kniekehle berührte. Es fühlte sich an, als ob sich irgendetwas um meinem Unterschenkel windet. Ich habe mich unheimlich erschrocken, aber Nathaniel, mein Führer, gab mir gleich ein Zeichen, dass es ungefährlich ist und ich ruhig bleiben kann. Trotzdem habe ich die Fische irgendwann von meinen Beinen verscheuchen wollen, aber sie haben sich nicht vertreiben lassen. Als ich ihnen einen Arm hinstreckte, haben sie den auch gleich näher untersucht. Ihr Gewusel hat ziemlich gekitzelt. Man konnte sie tatsächlich am Schwanz packen und wegziehen. Aber das interessierte sie nicht sehr. Keine fünf Sekunden später hatte man sie wieder irgendwo an sich. Wir wurde sie erst los als wir wieder ins Boot stiegen. Das war ganz witzig.
Beim Tauchen habe ich auch die erste Erfahrung mit einem Jellyfish gemacht. Das sind ja Quallen mit Tentakeln. Eine Tentakel hat mich erwischt. Sie war vielleicht 15 cm lang und hat sich einmal um meinen Unterarm gewunden. Das brannte gleich wie Feuer und ließ sich auch nicht abschütteln. Die Tentakel klebte wie eine Klette an meinem Arm. Also musste ich sie mit den Fingern der anderen Hand lösen und "wegwerfen". Zum Glück ist das ziemlich am Ende eines Tauchganges passiert. Wir waren gerade dabei aufzutauchen, mussten allerdings noch unseren Dekompressionsstop von 3 Minuten bei 5 Meter Tiefe hinter uns bringen, dann ins Boot klettern und dann zurück zur Tauchbasis fahren. Es hatte vielleicht 7 - 8 Minuten gedauert. Da war die Stelle, an der mich die Tentakel erwischt hatte, feuerrot geworden und ist angeschwollen, als ob ich in Brennnesseln gefallen wäre. Furchtbare Schmerzen! Als wir wieder an der Tauchbasis waren, ist gleich ein Einheimischer mit mir in den Garten gegangen und hat eine Zitrone gepflückt und den Saft auf die Stellen aufgetragen, die geschwollen waren. Das schaffte sofort etwas Linderung und nach ca. einer halben Stunde war alles vergessen. Australier, die ich beim Tauchen getroffen habe, erzählten mir, dass man für solche Fälle in Australien überall Essig in den Tauchbasen hat.
Bei mir war es ja nur eine Tentakel, aber die Vorstellung durch ein ganzes Heer von Quallen zu schwimmen oder schwimmen zu müssen ... Das müssen wirklich Tantalusqualen sein.

© Alle Texte und Bilder: Wolfgang Schürholt
Jede weitere Verwertung bedarf der Rücksprache
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