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Geschäfte, Restaurants, Bars, Kneipen, Kinos, Supermärkte, heiße Duschen, Elektrizität - Auckland ist ein Paradies. Zumindest für uns, die wir es gar nicht mehr abwarten konnten, endlich wieder in die Zivilisation zurückzukehren. Eigentlich waren wir ja der Meinung, dass wir ganz gut auch mal ganz einfach leben können. Aber drei Wochen extreme Einfachheit sind uns nun doch erst einmal genug. Es ist kalt in Auckland, viel kälter als wir es uns vorgestellt hatten. Aber es ist eine angenehme, sehr klare Kälte. Zum ersten Mal seit drei Wochen muss ich wieder Socken anziehen, wenn wir durch die Stadt streifen. Für die Fahrradtour, die wir noch immer machen wollen, kaufen wir uns Wollmützen, damit uns das bisschen Hirn nicht einfriert. Hier ist gerade Frühling, unser zweiter Frühling dieses Jahr. Alles ist voller bunter Blüten und frischem Grün. Ich habe hier zum ersten Mal eine Orange vom Baum gepflückt und gegessen. Die Menschen hier machen einen zufriedenen Eindruck. Immer wieder erblicken wir ein freundliches Lächeln. Auf Fidschi hatten wir das oft vermisst. Eine unsere ersten Handlungen hier ist es, unsere weitere Reise neu zu buchen. Wir wollen jetzt 2,5 Monate in Neuseeland bleiben und haben die anderen Stationen etwas gestrafft. Da wir mit drei weiteren Fluglinien unterwegs sein werden, müssen wir bei jeder einzelnen vorsprechen, aber zum Glück liegen sie alle im selben Bezirk. Wir zeigen jeweils unser Ticket vor, sagen, wann wir fliegen wollen und die Sache ist erledigt. So einfach hatten wir uns das gar nicht vorgestellt. Natürlich müssen wir am ersten Abend erst einmal schön essen gehen. Und natürlich müssen wir auch ins Kino. Glücklicherweise regnet es gerade an dem Nachmittag, so dass wir gar nichts Besseres hätten machen können. Eine gute Flasche Shiraz bekommt man im Supermarkt für etwa 5 Euro, also genehmigen wir uns abends im Hostel jeweils ein Fläschchen. Ja, wir leben hier in richtigem Luxus. Und bleiben trotzdem immer innerhalb unseres Budgets. In der Innenstadt haben wir 'Adventure Cycles', einen interessanten Fahrradladen, entdeckt, bei dem wir zwei gute Räder zu einem sehr gutem Preis reserviert haben. Wir werden sie für einen Monat mieten. Inklusive Helm, Satteltaschen, Trinkflaschen, Luftpumpe und Werkzeug kosten sie uns pro Tag etwa 9 Euro - beide zusammen! Wir fragen, ob wir sie in Wellington wieder abgeben können. 'Kein Problem', versichert uns Bruce, der Chef des Ladens. 'Packt sie einfach in einen Bus, der nach Auckland zurückfährt, ich hole sie dann vom Busbahnhof ab.' Ist das wirklich so einfach? Wir werden sehen. Bruce hat auf jeden Fall die Ruhe weg. In seinem Laden arbeitet er mit Studenten und Behinderten zusammen, bedient uns und andere Kunden, telefoniert mit seinem Headset - und alles in einer bewundernswerten Ruhe. So ruhig und ausgeglichen möchte ich auch mal sein!
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