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Es liegt was in der Luft, und zwar die Ausdünstungen von Millionen Eukalyptusbäumen, die als blauer Nebel schon von Weitem zu erkennen sind und den Bergen ihren Namen gegeben haben. Eigentlich müßte es hier wie in einem gigantischen Menthol-Dampfbad riechen, aber dem ist leider nicht so. Macht aber auch nichts, da wir im Moment ja nicht erkältet sind, sondern bei 29 Grad in der Sonne sitzen und auf Wanderwegen schwitzen. Unser Hostel hier steht in krassem Gegensatz zu dem Hostel in Sydney. Es ist klein und familiär, mit einem schönen Garten und einem gemütlichen Wohnzimmer, in dem man abends zusammen sitzt. Leider hatten wir bei der Buchung die Adresse falsch aufgeschrieben - statt Hausnummer 190 hatten wir nur 90 notiert, dort war natürlich kein Hostel. Also fragten wir einen Einheimischen und wurden zu einem Hostel geschickt, das am anderen Ende des Örtchens lag, jenseits eines unglaublich steilen Berges. Dieses hatte zwar den richtigen Namen, war aber doch nicht das richtige und so schickte man uns wieder zurück, wieder den steilen Berg hinauf und hinab, zum richtigen Hostel. Um es kurz zu machen: ich war ein wenig genervt, als wir schließlich eincheckten, denn irgendwie hat sich das Gewicht des Gepäcks, das wir mitschleppen, inzwischen verfielfacht, obwohl wir doch regelmäßig Überflüssiges nach Deutschland zurückschicken. Schon komisch! Was mich beim Einchecken nicht gerade aufmunterte, war die Tatsache, dass wir zu dämlich waren, die richtige Anzahl Nächte zu buchen und unser Doppelzimmer die letzte Nacht natürlich schon vergeben war, so dass wir die letzte Nacht im Dormzimmer mit fünf anderen schlafen müssen. Ist aber jetzt auch egal! Denken wir lieber an die schönen Wanderwege, die es hier zu erwandern gibt. Besonders abends, kurz vor Sonnenuntergang, sind die Blue Mountains wunderschön. Wenn man erst einmal die Hauptattraktionen, also die Seil- und Schienenbahnen, hinter sich lässt, dann hat man die Berge auch bald für sich allein. Schade nur, dass alle Wanderwege jenseits des steilen Berges liegen, den wir mittlerweile mindestens so oft erklommen haben, wie Reinhold Messner den Mount Everest. Aber wie sagen wir doch so schön und gern: irgendwas ist ja immer.
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